"Nachdem ein Mensch entdeckt hat, wofür er gemacht ist, sollte er die ganze Macht seines Seins diesem Vorsatz widmen. Er sollte danach streben, es so gut zu machen, dass niemand es besser machen könnte." Martin Luther King

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RAAB 2010 - Supervision mit unseren Führungskräften

Während unendliches materielles Wachstum auf einer begrenzten Erde nicht möglich ist, stehen dem Menschen noch ungeahnte Möglichkeiten offen, in seiner Persönlichkeit, in seinen Fähigkeiten und in seiner schöpferischen Kraft zu wachsen. Viele bekannte Unternehmensforscher und Systemwissenschaftler haben dies erkannt und versuchen nun, diese Erkenntnisse in verschiedenen Veröffentlichungen der Wirtschaft nahe zu bringen. Ein wohl einmaliges Buch zu diesem Thema ist "Gung Ho". Die Autoren Ken Blanchard und Sheldon Bowles berührten durch eine (wahre) Geschichte und schafften, den Geist und die Idee zu vermitteln, die die Chance für die Zukunft von Unternehmen sein kann.

Dieses Buch "Gung Ho" war auch die Vorbereitungslektüre für unsere Führungskräfte, um wieder 2 1/2 Tage in Sibyllenbad - unter der Leitung des Unternehmenstrainers Theo Bergauer - weitere und weitreichende Ziele für unsere Firma zu finden.

Das ganze Seminar beinhaltete ständig für alle Beteiligten die Aufgabenstellung, Gruppen zu führen. Dies begann mit der Ausarbeitung von Ideen für die ersten morgendlichen Aktivitäten. So wurde am Freitag um 7.00 Uhr eine Glashütte besucht, um dort die Teamarbeit und das Arbeitsklima zu studieren. Am Samstag morgen ging es trotz Schneefall zum Nordic Walking mit integrierten Übungen und Spielen in den gerade erwachenden Winterwald. Die Stimmung war gut und alle waren gewillt, während der nächsten Tage ihr Bestes zu geben.

Das Erlernen der Fähigkeit "Führen durch Moderieren" war zu Anfang recht ungewohnt, denn es verlangte von den Teilnehmern, die eigenen Wünsche und Überlegungen zurückzustellen und der Gruppe zu erlauben, einen eigenen Weg zu finden, das Ziel zu erreichen und die gestellte Aufgabe zu bewältigen. So ungewohnt, wie dies für unsere Führungskräfte war, genauso ungewohnt wird es für die Mannschaften sein, nun mitreden und vor allem mitentscheiden zu dürfen.

In den sechs Workshops, die immer durch eine andere Gruppe moderiert wurden, zeigte sich eindeutig die Tendenz, dass die brachliegenden Potentiale noch in den Fähigkeiten jedes einzelnen Mitarbeiters zu finden sind und dass die Kolonnen in Form von Teams zum selbstbestimmten Arbeiten angeregt und befähigt werden müssen.

Damit jedoch richtige Entscheidungen gefunden werden können, wird der erste wichtige Schritt sein, alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über die Unternehmensziele, über die Kalkulationsgrundlagen, über sämtliche relevanten Daten und Fakten zu informieren. Das Wissen muss für alle zugänglich sein, denn nur so können aus Mitarbeitern Mitunternehmer werden. Hierzu soll erstmals der Informationstag am 05.03.2005 dienen.

Welche Begeisterung es wachrufen kann, wenn alle ein großes Ziel haben, zeigte schon unser Führungsteam. Jeder Einzelne ist wieder über sich selbst hinausgewachsen. Die erlernten Fähigkeiten vom Vorjahr waren durchwegs noch vorhanden. Faszinierend war auch, dass die drei neuen Teammitglieder durch die Gruppenenergie ohne Probleme mit auf das gleiche Niveau gehoben wurden.

Sehr erfreulich war der absolut offene Umgang des Führungsteams miteinander. Es war keine Spur von Konkurrenzdenken zu finden. Es war keine Unterscheidung Chef/Chefin/Mitarbeiter mehr nötig. Alle waren eins geworden, ein starkes Team, das sich nichts mehr wünscht, als aktiv und nachhaltig an der Zukunft seiner Firma mitwirken zu können.

Als Weg zum Ziel kristallisierten sich in den Workshops folgende Maßnahmen heraus

  • die Notwendigkeit von Schulungen, um die Fähigkeiten zu verbessern und ein hohes Wissensniveau zu erreichen
  • die Baustellenbesprechungen mit der gesamten Mannschaft durchzuführen, damit der Wissens- und Verantwortungsknick nach dem Vorarbeiter/Polier beseitigt wird und um zur Eigenverantwortung jedes Einzelnen anzuregen
  • soviel Information wie möglich über die Firma und die jeweilige Baustelle weitergeben
  • den Baustellen die Kalkulationsgrundlagen und die Terminvorgaben mitteilen und ihnen durch die Arbeitskalkulation Ziele vorgeben; den Weg, wie sie dieses Ziel er- reichen, wählen sie selbst
  • Stammkolonnen bilden, um die maximale Effektivität zu erreichen; es muss Hand in Hand laufen (Glasbläserei), jeder muss selbst genau wissen, was er als Nächstes zu tun hat
  • Fehler zulassen, um die Chance zu geben, zu wachsen
  • den Sinn unserer Arbeit verdeutlichen und durch Anerkennung und Lob zu Leistung motivieren, Freude an der Arbeit und Stolz auf die Firma vermitteln

Die gemeinsame Arbeit an der Zukunft begeisterte uns derartig, dass das Seminar ohne Einwände mit zwei Stunden Zeitüberschreitung beendet wurde. Leidenschaft lässt die Zeit vergessen und man ist erfüllt, von dem, was man tut.

Mit diesem Geist, dem Wissen um den Weg und die Freude über das uns bevorstehende Geschenk blicken wir sehr optimistisch auf Raab 2010.

Auf geht's, Kamerad!