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Stolz auf Leuchtturm der Wohngesundheit (Obermain-Tagblatt)

In der Badstadt wurde das erste Sentinel-Mehrfamilienhaus Bayerns eröffnet / Notariell verbriefte Wohngesundheit

BAD STAFFELSTEIN - Architekten, Handwerker, Vertreter von Baufirmen und der Landrat - sie alle strahlten um die Wette mit dem wohl hellsten „baubiologischen Leuchtturm“ Bayerns. Feierlich wurde gestern in Bad Staffelstein das in Sachen Wohngesundheit vorbildliche, erste Sentinel-Mehrfamilienhaus Bayerns seiner Bestimmung übergeben.

Drei Eigentumswohnungen mit je 109 bis 127 Quadratmetern Wohnfläche, schicke Holzverkleidung - von außen sieht das Gebäude in der Adolf-Kolping-Straße aus wie ein schmuckes, aber normales Wohnhaus. Doch von wegen „normal“ - nicht ohne Grund war sogar Landrat Christian Meißner erschienen, um einem fast schon historischen Moment beizuwohnen. Bei dem Haus, das sie da für den zunächst stattfindenden Sektempfang betraten, handelt es sich um das erste „Sentinel-Haus“ im gesamten Freistaat.

Und ein Sentinel-Haus, das ist sozusagen das Nonplusultra in Sachen Wohngesundheit. Den Bewohnern, die das Glück haben, dieses Haus beziehen zu dürfen, wird schriftlich garantiert, dass während der gesamten Bauphase keinerlei gesundheitlich bedenklichen Reinigungs- oder Lösungsmittel verarbeitet wurden und dass die Baumaterialien frei sind von flüchtigen organischen Stoffen. Ein unabhängiger Sachverständiger überprüfte nach Fertigstellung die Einhaltung der Kriterien mit einer abschließenden Raumluftmessung.

Um was für ein Prunkstück in Sachen „Gesundes Wohnen“ es sich hier handelt, machten auch die Ausführungen von Gisela Raab deutlich. Zusammen mit dem Sentinel-Institut Freiburg und diversen Architekturbüros setzte die Ebensfelder Baufirma Raab dieses richtungsweisende Bauprojekt um.

Baubiologin Raab brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass nach dem Baubeginn im Oktober 2010 nun die Eröffnung dieses Sentinel-Hauses eröffnet werden kann. Ein nach den strengen Auflagen des Sentinel-Institutes konzipiertes Gebäude wie dieses lasse sogar Allergiker und an MCS (Multi-Chemikalien-Sensibilität) Erkrankte aufatmen. Selbst Probleme mit Elektro-Smog seien hier ausgeschlossen. Außerdem kann sich das Sentinel-Haus auch Umweltgesichtspunkte betreffend sehen lassen. So wies die Baubiologin beispielsweise auf die hervorragenden Eigenschaften hinsichtlich Energieeffizienz hin. Raab lobte auch die Handwerker, Architekten und Bauleiter, die alle während der gesamten Bauphase darauf achteten, dass keinerlei schädlichen Stoffe ins Haus gelangten oder verarbeitet wurden. Nur so sei es möglich gewesen, die strengen Kriterien für die Anerkennung als „Sentinel-Haus“ zu erfüllen.

„Es erfüllt mich mit Stolz, dass das erste Sentinel-Haus Bayerns nun hier in Bad Staffelstein im Landkreis Lichtenfels steht“, meinte mit leuchtenden Augen Landrat Christian Meißner. Er wertete dies als weiteren Pluspunkt angesichts der Bemühungen des Landkreises um die Zertifizierung als Gesundheitsregion. Wenn man von „Wellness“ spreche, gehöre hierzu schließlich auch gesundes Wohnen, betonte er. „Ein Sentinel-Haus hier in Bad Staffelstein, das ist eine tolle Geschichte“, so ein begeisterter Landrat.

Matthias Lange und Jürgen Paul dankten im Namen des Sentinel-Haus-Institutes den beteiligten Handwerkern, Firmen und Architekten für die tolle Zusammenarbeit.



Nach den Einführungsreden begaben sich die zahlreichen Versammelten nach draußen, um dabei zu sein beim großen Moment: Von Applaus begleitet wurde feierlich die Sentinel-Plakette am Hauseingang angebracht. Das erste Sentinel-Haus Bayerns steht in Bad Staffelstein - ein wirklich phantastisches baubiologisches Aushängeschild der Adam-Riese-Stadt. -mde-

Quelle: Obermain Tagblatt

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